16.04.2026
Stadtverwaltung blickt auf Stromausfall zurück / Was kann jeder tun? / Welche Anlaufstellen gibt es? / Notfalltreffpunkt Stadthalle
Am Sonntag, 22. Februar kam es zwischen 13.25 Uhr und 14.21 Uhr zu einem flächendeckenden Stromausfall im Schwarzwald-Baar-Kreis. Davon war auch Bräunlingen betroffen. Bürgermeister, Stadtverwaltung und Feuerwehr haben im Nachhinein den Stromausfall und die Herausforderungen analysiert und weitere Handlungsempfehlungen beschlossen. Die Stadt hatte 2024 ein Krisenhandbuch erarbeitet und auch einen Krisenstabsübung zu den Themen Stromausfall, Hochwasser und Starkregen durchgeführt. Im Krisenfall ist die Stadthalle als Notfalltreffpunkt für die Bevölkerung ausgewiesen.
Große Verunsicherung herrschte in der Bevölkerung beim Stromausfall Ende Februar. Das Handynetz brach innerhalb kürzester Zeit zusammen und auch die Leitstelle war aufgrund von vielen Anrufen schnell überlastet. In Bräunlingen und den Stadtteilen wurden nach kurzer Zeit die Feuerwehrgerätehäuser besetzt. Dort können auch Notrufe abgesetzt werden. Es hat sich gezeigt, dass viele Menschen im Landkreis die Notrufnummer gewählt haben, nur um den Stromausfall zu melden. Die Notrufnummer sollte jedoch nur bei tatsächlichen Notfällen gewählt werden. Die Feuerwehr in Bräunlingen konnte den Kommandoraum durch das Notstromaggregat innerhalb von kurzer Zeit in Betrieb nehmen. Zwar war auch das Wasserwerk von den Stromausfällen betroffen, die Wasserversorgung war jedoch trotzdem aufgrund der großen Volumen der Hochbehälter weiter gewährleistet. In Bruggen konnte das Wasser der Quellen vom Pumpwerk über die Notstromfunktion automatisch durch den Akku-Betrieb der PV- Anlage für eine gewisse Zeit aufrechterhalten werden. Zudem wurde für das Wasserwerk vor einigen Jahren ein großes Notstromaggregat angeschafft und es wurden an den Pumpstationen und Hochbehältern auch Vorrichtungen für die Notstromeinspeisung geschaffen. Auch in den Stadtteilen gab es keine Einschränkungen. Beim Abwasser sind zwei Pumpwerke vorhanden, hierfür die Stadt auch eine Notstromeinspeisung vorgesehen und Aggregat beschafft. Das übrige Abwassersystem funktioniert weitestgehend ohne Strom, so dass auch hier keine Einschränkungen gab.
Die Stadthalle ist als Notfalltreffpunkt ausgewiesen. Diese wird im Falle eines längeren Stromausfalles oder anderweitiger Krisen dann in Betrieb genommen und mit Notstrom versorgt. Die Notfalltreffpunkte bieten den Bürgerinnen und Bürgern im Ernstfall einen sicheren Ort, an dem sie, zum Beispiel bei einem lang andauernden Stromausfall, Hilfe erhalten können. Die Menschen finden dort Schutz, Erste Hilfe und wichtige Informationen. Zudem können sie dort Notfälle melden. Ausgestattet mit Notstromversorgung, Erste-Hilfe-Material und weiteren wichtigen Ausstattungsgegenständen zur Sicherstellung des Betriebs sind die Notfalltreffpunkte darauf ausgelegt, den Menschen in Krisenzeiten optimal zu helfen. Auch können sich Bürger dorthin wenden, die anderen Helfen wollen oder selbst Hilfe benötigen.
Die Stadt wird in der Folge auch zusammen mit der Feuerwehr eine Übung zur Inbetriebnahme der Stadthalle im Krisenfall durchführen und auch ein weiteres Notstromaggregat beschaffen. Auch ist angedacht PV-Anlagen an wichtigen Gebäuden mit Akkubetrieb und der Inselfähigkeit auszustatten, damit sie auch Stromausfall Strom liefern können und größere Notstromreserven in der Batterie vorzuhalten.
Das Landratsamt weist zudem auf folgende Punkte zur Eigenvorsorge hin:
Deshalb sorgen auch Sie vor. Überlegen Sie, was Sie als Notvorrat dringend
benötigen. Soweit möglich, sollten Sie für 10 Tage folgendes zu Hause haben:
Wasser: 2 Liter pro Tag pro Person
Nahrung: haltbare Lebensmittel,
z. B. Gläser/Konserven (Gemüse und Obst),
Nudeln, Reis, Knäckebrot, Zucker, haltbare
Milch ...
Bargeld in kleinen Scheinen und Münzen
Medizin: Hausapotheke, persönlich lebens-
notwendige Medikamente (zum Beispiel
Insulin) und Erste-Hilfe-Kasten
Hygiene-Artikel und Müllbeutel
Kerzen und Zündhölzer
Radiogerät (batterie- oder solarbetrieben)
sowie Ersatzbatterien
Kochmöglichkeit im Freien (Campingkocher mit Brennpaste, Gasgrill mit Gasflasche, Kohlegrill mit Kohle)
ggf. Babynahrung und Windeln
ggf. Versorgung für Haustiere
Wenn Sie nicht genug Platz haben, kaufen Sie weniger. Ein paar Vorräte sind besser,
als gar keine Vorräte.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK)
bietet auf seinen Internetseiten viele ergänzende Informationen sowie ausführliche Einkaufs- und Checklisten zum Download und Bestellen www.bbk.bund.de
Wichtige Rufnummern Feuerwehr, Rettungsdienst: 112 Polizei: 110 Keine Notrufnummern anrufen, wenn nicht wirklich ein Notfall vorliegt! Es können ansonsten lebenswichtige Notrufe blockiert werden!
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