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Protestaktion für die 2. Gauchachtalbrücke der B31: Mehrere hundert Bürger bilden Menschenkette in Döggingen

13.07.2026

Protestaktion für die 2. Gauchachtalbrücke der B31: Mehrere hundert Bürger bilden Menschenkette in Döggingen

Rund 400 engagierte Bürgerinnen und Bürger haben am Wochenende in Döggingen ein deutliches Zeichen gesetzt und für den Bau der 2. Gauchachtalbrücke protestiert. Abgeordnete aus Bund und Land zeigten sich solidarisch. Unter großem Zuspruch forderte die Vertreterin der Dögginger Bürgerinitiative den Verkehrsclub Deutschland auf ihre Klage gegen das Projekt zurück zu ziehen. Bei der anschließenden Menschenkette machten die Bürger die Autofahrer auf die enorme Belastung deutlich. Im Juli führt der Umleitungsverkehr gesamte B31 zwei Wochen durch Döggingen mit mehr als 20.000 Fahrzeugen pro Tag. Für besonderes Unverständnis sorgt in der Region, dass die Brücke ja genehmigt und politisch gewollt ist und dennoch noch nicht gebaut wird. 

Die Belastung für die Region sei nicht mehr tragbar. Lärm, Abgase und Staus beeinträchtigen massiv die Lebensqualität der Anwohner – das Projekt müsse endlich umgesetzt werden, so der einhellige Tenor. Mit der Aktion wolle man ein Zeichen für die Notwendigkeit des Baus der 2. Gauchachtalbrücke setzen. Aber auch das beschlossene Infrastrukturprojekte auch umgesetzt werden, erklärte Bürgermeister Micha Bächle. Ortsvorsteher Dr. Georg Baum wies auf die Belastung für Döggingen hin, wenn die bestehende Brücke saniert werden müsse und die zweite Gauchachtalbrücke noch nicht gebaut sei. „Dann führt der ganze Verkehr mehr als ein Jahr durch Döggingen“. 

Die Abgeordneten Derya Türk-Nachbaur, Thorsten Frei, Martina Braun, Guido Wolf und Frank Bonath zeigten sich solidarisch und sicherten ihre Unterstützung für das Projekt zu. Die 2. Gauchachtalbrücke müsse kommen. Unverständnis herrschte bei den Vertretern auch für die Klage des VCD. 

Mit Johannes Dengler nahm auch der Vorsitzende des VCD Baden-Württemberg an der Kundgebung teil und verteidigte das Nein des VCD zu dem Projekt mit Blick auf das Thema Umwelt- und Klimaschutz. Dafür erntete Dengler heftige Kritik. 

Seitens der B31 Initiative der Anlieger unterstrich Gisela Kanitz die Notwendigkeit der Brücke und forderte den VCD zur Rücknahme der Klage auf. Bereits vor einem Jahr hatte der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim entschieden, der VCD hat daraufhin versucht beim höchsten deutschen Gericht Einspruch einzulegen. Von dort gibt es noch keine Entscheidung. Die Bürgerinitiative verweist auf die Bedeutung der B31 als überregionale Verkehrsachse. Ohne die zweite Brücke drohe ein Verkehrsinfarkt in der Region, insbesondere in Stoßzeiten und Ferienmonaten.

Im Anschluss an die Ansprachen wurde eine Menschenkette entlang der Freiburger Straße gebildet. Die Menschenkette in Döggingen steht symbolisch für den Zusammenhalt und den unermüdlichen Einsatz der Bevölkerung für ein dringend notwendiges Infrastrukturprojekt. Der Verkehr wurde dadurch nicht beeinträchtigt. Gleichwohl kommt es während der Umleitung der B31 durch Döggingen immer zu langen Rückstaus, teilweise bis nach Hüfingen. 

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