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Millionen-Zuschuss für Wasserverbindungsleitung von Donaueschingen nach Bräunlingen - Bräunlinger Konzept überzeugt Landesregierung

24.04.2024

Millionen-Zuschuss für Wasserverbindungsleitung von Donaueschingen nach Bräunlingen - Bräunlinger Konzept überzeugt Landesregierung

Die Stadt Bräunlingen kann sich über einen Zuschuss von 1,152 Millionen Euro vom Umweltministerium Baden-Württemberg zum Bau der Wasserverbindungsleitung nach Donaueschingen freuen. Das Land übernimmt damit rund 80% der Gesamtkosten für das rund 1,6 Millionen Euro teure Projekt zur nachhaltigen Verbesserung der Wasserversorgungsstruktur in Bräunlingen. „Wir freuen uns über diese außergewöhnlich hohe Förderung vom Land und sind hierfür sehr dankbar. Die Förderung kommt damit auch allen Bräunlingern zu Gute und entlastet alle bei den Gebühren. Mit dem Projekt machen wir unsere Wasserversorgung fit für die Zukunft in Zeiten des Klimawandels“, so Bürgermeister Micha Bächle. Zwischen den Städten Donaueschingen und Bräunlingen wurde in den Gemeinderäten ein Wasserlieferungsvertrag einstimmig geschlossen. „Wir danken der Stadt Donaueschingen hier für das gute Miteinander und allen Beteiligten für die Unterstützung und Umsetzung des Projekts, insbesondere dem Bauamt und Wasserwerk, den Behörden, Abgeordneten und Gemeinderäten“, so Bächle. Damit erhält Bräunlingen mehr als 25% aller Fördermittel in ganz Südbaden. Das Ingenieurbüro BIT wurde beauftragt die Planungen für das Projekt durchzuführen und umzusetzen. Ziel ist es in 2024 bereits Wasser aus Donaueschingen beziehen zu können.

Der Gemeinderat hatte sich 2022 mehrfach mit der Frage beschäftigt, wie die Wasserversorgungsstruktur in Bräunlingen nachhaltig verbessert werden kann. Im Rahmen des Strukturgutachtens zur Wasserversorgung wurde der Bau einer Wasserverbindungsleitung nach Donaueschingen als wichtigste Maßnahme identifiziert. Der Gemeinderat beauftragte im August 2022 die Verwaltung mit der Stadt Donaueschingen das Gespräch zum Bau einer Verbindungsleitung und zum dauerhaften Wasserbezug zu führen. Auf Verwaltungsebene wurden die Planungen forciert und Verhandlungen geführt, die in einen öffentlich-rechtlichen Vertrag münden sollten. Die Gemeinderäte beider Städte hatten im Frühjahr 2023 dem Vertrag zugestimmt.

Die Stadt Donaueschingen wird Teile des Versorgungsgebietes in Bräunlingen (Bereich Bregenberg / Gewerbegebiete nördlich des Gewerbekanals) dauerhaft versorgen. Es geht um eine durchschnittliche Wassermenge von mindestens 150 m³ und höchstens 300 m³ pro Tag (QD max.). Dies entspricht einer jährlichen Wassermenge zwischen 55.000 m³ und 110.000m³. Dabei ist zudem bereits der 2. Bauabschnitt des Neubaugebietes Bregenberg-Erweiterung berücksichtigt.

Für den Eigenbetrieb in Donaueschingen ist dies technisch gut möglich, insbesondere hinsichtlich der Quellschüttung, Wasseraufbereitung und Wasserspeicherung. Es ist geplant, am Hochbehälter Schellenberg bei der Sonnhalde-Klinik das Trinkwasser an einer Übergabestation an die Stadt Bräunlingen zu übergeben. Hierzu wird ein Pumpwerk und eine Verbindungsleitung gebaut über die das Wasser in das Bräunlinger Wassernetz eingespeist wird (Kosten der Stadt Bräunlingen). Die Verbindungsleitung hat eine Länge von 2,3 Kilometer und führt dann zum jetzigen Hochbehälter Bregenberg. Ein neuer Hochbehälter wäre auf der Trasse.

Die Stadt Bräunlingen wird bei der Abnahme des Wassers den Donaueschinger Wasserkunden gleichgestellt. Dies gilt sowohl für die Wasserpreise als auch in Bezug auf die Versorgungsicherheit (Notbrunnen)

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