16.08.2026
Kindergarten St. Marien in Döggingen wird trotz Einsparmaßnahmen in einem guten Standard erweitert / Aktuell laufen die Ausschreibungen für die letzten Gewerke / Großteil der Aufträge vergeben / Gegensteuerung von Stadt erfolgreich
Die Sanierung und Erweiterung des Kindergarten St. Marien in Döggingen steht aktuell im Fokus, nachdem im Februar erhebliche Mehrkosten zu Tage getretenen sind. Der Kindergarten ist im Eigentum der Kirche, die Stadt muss jedoch 90% der Investitionskosten tragen und ist auch nicht der Bauherr. Durch ein entschiedenes Umsteuern durch Stadt und Kirchgengemeinde konnten drohende Mehrkosten von über 300.0000€ verhindert werden, aktuell liegt die Kostenüberschreitung bei rund 40.000€. Der Gemeinderat hat sich am 15. April bei einer Baustellenbesichtigung den Ausbau angeschaut und hat die Punkte auch in der anschließenden Gemeinderatssitzung thematisiert. Klar wurde dabei, dass die jetzt getroffenen Einsparungen nicht dazu führen, dass minderwertige Qualität verbaut wird oder die Funktionalität des Kindergartens eingeschränkt wird, sondern vom „Premium“ auf den „Normal-Standard“ gegangen wird, was die Planer so nicht vorgesehen hatten. Der Gemeinderat hat in der Sitzung zum Ausdruck gebracht, dass der Bau und die Sanierung des Kindergartens sehr wichtig sind, aber auch sein Unverständnis zum Ausdruck gebracht, dass Umplanungen ohne Zustimmung der Stadt vorgenommen wurden und die Kosten aus dem Ruder gelaufen sind. Lob gab es aus dem Gremium daher für das Einschreiten von Bürgermeister und Verwaltung, um Mehrkosten abzufedern. Es wurde auch deutlich gemacht, dass mit 1,8 Millionen Euro dies für Döggingen ein ganz zentrales Projekt sei, das aber auch finanziert werden müsse.
Im Sommer 2024 wurde mit der Erweiterung und Sanierung des Kindergarten St. Marien in Döggingen auf dauerhaft 5. Gruppen begonnen. Die Kosten werden zu 90% von der Stadt und zu 10% von der kath. Kirche getragen. Der genehmigte Kostenrahmen liegt bei 1.773 Millionen Euro. Die Verwaltung hatte im November dann auf die Einsetzung eines Begleitgremiums bei dem Projekt und eine entsprechende Dokumentation gedrungen. Während der Bauarbeiten musste die Stadtverwaltung feststellen, dass zahlreiche Nachträge und Abweichungen von der damaligen Planung durchgeführt wurden, die zu großen Mehrkosten führen. Ende Januar wurde seitens der Planer bei einem Besprechungstermin dargelegt, dass man im finanziellen Rahmen sei. Es wurde seitens der Stadt eine Budgetkontrolle und Übersicht eingefordert. Der Planer legte diese (unvollständig) Mitte Februar vor. Es wurde zudem klar, dass der Fachplaner ohne Auftrag der Stadt das bestehende Heizungssystem (Gastherme) durch ein neues Heizsystem mit Wärmepumpe ersetzen wollten. Es standen plötzlich Mehrkosten von mehr als 300.000 Euro im Raum. Die Stadtverwaltung (Bürgermeister, Ortsvorsteher und Bauamt) konnte hier gerade noch rechtzeitig insistieren.
Stadt und Verrechnungsstelle haben darauf hin, die Planer zu Einsparungen aufgefordert, um gegen zu steuern. Es konnten dabei unter anderem folgende Einsparungen erzielt werden:
- hochwertige aber kostengünstigere Akustikdecke
- Wegfall Umplanungen Heizung
- Wegfall einer zweiten PV-Anlage (da bereits eine gebaut wird),
- Wegfall Sonderlackierung Brandschutztüren
- Wegfall Bodenmosaik im Gang
- Verzicht auf die, Seitens des Landrastsamts als nicht erforderlich erachtete behinderten Toilette
- Beschränkung bei der Neuanschaffung von Möbeln auf das notwendige
Der jetzige Krippenraum wurde 2013 nach den neusten Standards mit Fußbodenheizung gebaut. Dieser wird so beibehalten, ursprünglich sahen die Planen vor, diesen wegen einem Bodenabsatz von 10 cm im Niveau mit einem neuen Boden mit neuer Heizung zu versehen, was nun eingespart wurde. Die Akustikdecken sind analog zum Fürstenberg-Gymnasium vorgesehen, im Neubau sogar in einer noch besseren Qualität wie in einem Premium-Hotel. Bei der Ausstattung wurden zwar gewisse Einsparungen vorgenommen, dennoch sind hier 90.000€ veranschlagt.
Ein großer Diskussionspunkt sind aktuell die Honorarkosten des Fachplaners. Dieser hatte ohne Genehmigung der Stadt die bestehende 15 Jahre alte voll funktionsfähige Gastherme durch eine Wärmepumpe mit neuer Gastherme ersetzen wollen. Dies führte fast zu einer Verdopplung der Auftragssumme in den Gewerken und zu einer Steigerung des Honorars des Fachplaners um 70.000€. Dies wird von der Stadt nicht akzeptiert. Durch die Umplanungen ruht der Innenausbau, deshalb wird die Erweiterung und Sanierung voraussichtlich erst im Juli 2026 abgeschlossen. Die Arbeiten im Innenbereich sollen in Kürze weitergehen. Aktuell finden Arbeiten an der Gebäudehülle statt. Der ursprüngliche Zeitplan sah vor, dass im Herbst 2025 die Erweiterung des Gebäudes fertig ist und anschließend die Sanierung des Bestandsgebäudes erfolgt. Dies bedeutet man rechnet mit einer Verzögerung mit der Gesamtfertigstellung von Frühjahr 2026 auf Sommer 2026.
Bürgermeisteramt / Ortsverwaltung
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